Das Schottische Hochlandrind wird seit über
200 Jahren in Reinzucht in Schottland gezogen. Das Herdbuch
existiert seit 1884.
Verbreitung:
Die ersten Exporte nach Deutschland erfolgten im
Jahr 1978. Heute gibt es in der Bundesrepublik mit über 3000
Herdbuchkühen mehr Tiere dieser Rasse als in ihrer
schottischen Heimat.
Das Highland Cattle ist darüber
hinaus in Kanada, USA, Australien, Skandinavien, Dänemark,
Frankreich, Holland, der Schweiz und Österreichvertreten.
Rassebeschreibung:
Das klein - bis mittelrahmige Rind soll einen typvollen,
harmonischen Körperbau bei korrekten Proportionen aufweisen.
Der Kopf soll zwischen den Augen und dem kurzen, breiten Maul ein
gleichschenkliges Dreieck bilden. Die möglichst symetrischen
Hörner sollen beim Bullen waagerecht aus der Hornwurzel
kommen und nach kurzem geradem Verlauf nach vorne gebogen sein.
Die Hörner der Kuh sind deutlich länger, an der
Hornwurzel nicht so stark und bei großer Ausladung nach
oben gebogen. Die Ohren sind buschig behaart mit langem Behang.
Sichtbare Deformationen der Ohrmuschel entsprechen nicht dem
Zuchtziel.
Die Tiere haben ein kräftiges Fundament und
einen langen, geraden, gut bemuskelten Rücken. Eine im
Beckenbereich zum Schwanzansatz hin leicht ansteigende
Rückenlinie begünstigt die Leichtkalbigkeit. Weitere
Merkmale sind ausgeprägte Brusttiefe, gut angesetzte,runde
und tiefe Rippen sowie ein breiter Hüfthöckerabstand
bei langem Becken.
Zum Schutz vor Kälte, Regen, Hitze
und Parasiten sollte das den ganzen Körper bedeckende Fell
üppig im Unterhaar und lang im Oberhaar sein. Die Klauen
sind fest und kräftig. Eine gesunde Klauenspreizung ist
erwünscht.
Bullen haben die typische muskulöse
Nackenwölbung, die mit welligem Haar bedeckt ist. Bei
weiblichen Tieren bildet der Nacken eine gerade Linie zwischen
Kopf und Schulter. Die ausgeprägt, bemuskelten Schultern
sollen fest dem Brustkorb anliegen und keine Schnürung am
Übergang zum Brustkorb aufweisen. Wegen der rassetypischen
und haltungsbedingt notwendigen Leichtkalbigkeit und zur
Vermeidung von Kälberverlusten wird ein funktionsfähiges
Becken gefordert. Aus diesem Grund ist eine Zuchtauslese auf eine
stärker bemuskelte Hinterhand problematisch. Eine wulstige
Muskelfülle ist nicht rassetypisch für das Schottische
Hochlandrind. Das Euter soll fest am Bauch ansitzen. Die Striche
sollen nicht zu lang und nicht zu dick und vom Kalb leicht anzusaugen sein.
Das mit seinen kurzen Beinen niedrig gestellte Tier macht einen
stämmigen Eindruck. Das Gewicht der Tiere wird oft unterschätzt.
Highland Cattle sind spätreif. Das Erstkalbealter liegt
bei 40 Monaten; weibliche Tiere können jedoch schon mit sechs
Monaten geschlechtsreif werden. Sie sind mit 5 Jahren voll ausgewachsen.
17 - bis 22 jährige Kühe mit Kalb bei Fuß
sind keine Seltenheit und unterstreichen die hohe Wirtschaftlichkeit
der Rasse.